Kühlung der Computer
9. November, 2009
PCs und große Datencenter könnten viel energieeffizienter sein, wenn sie nicht so viel Strom für die Kühlung benötigen würden. Bei IBM in der Schweiz ist man jetzt auf die Idee gekommen, die von den Computern erzeugte Wärme wiederzuverwenden und dabei gleichzeitig das Kühlsystem zu optimieren. Die von IBM momentan getestete Technik nennt sich Aquasar, und wie der Name schon vermuten lässt, wird anstelle eines Lüfters Wasser zum Kühlen der Chips verwendet.
Computerchips sind heiß. Im wahrsten Sinne des Wortes. Tatsächlich würde sich ihre Oberfläche auf über 5500 °C erhitzen, wenn es das integrierte Kühlsystem nicht gäbe. Doch auch so werden Computer beim Einsatz ziemlich warm. Hinzu kommt, dass der eingebaute Ventilator ungefähr die Hälfte der Energie des Computers für sich selbst benötigt. Bei IBM in Zürich läuft momentan ein dreijähriger Versuch, bei dem Wasser zum Kühlen der Chips verwendet wird. Wasser ist bei der Aufnahme von Wärme effizienter als ein Lüfter, der die Wärme letztlich nur wegbläst. Die aufgenommene Wärme kann beispielsweise verwendet werden, um Gebäude zu heizen.
Das Projekt zielt nicht nur darauf ab, Energieeffizienz auf den Schreibtisch des Verbrauchers zu bringen, sondern vor allem, ein energieeffizienteres Arbeiten in den großen Datencentern zu ermöglichen. Mit der Zahl hochleistungsfähiger Datencenter auf der ganzen Welt steigt auch ihr Anteil am globalen Energieverbrauch. IBM schätzt, dass die von Computern und Datencentern verursachten CO2-Emissionen um 85 Prozent verringert werden könnten, wenn deren Energiebedarf für die Kühlung entsprechend reduziert werden könnte.
Quelle/Weitere Informationen:
IBM Switzerland
IBM-Kundenmagazin
The Guardian
