Für eine Welt ohne Abfall
21. Oktober, 2010
Produktverantwortung und Ökoeffektivität tragen zur Reduzierung des Abfalls bei
In unserer konsumorientierten Gesellschaft dreht sich alles um das Thema Kaufen. Wir werfen alte oder unerwünschte Dinge einfach weg und erzeugen unglaubliche Mengen an schädlichem Müll. Damit gefährden wir unseren Planeten in höchstem Maße und setzen unsere eigene Existenz aufs Spiel. Doch Hersteller werden sich immer mehr Ihrer Verantwortung bewusst, übernehmen Produktverantwortung und schaffen Ökoeffektivität.
Ein Haufen Müll
Je reicher eine Gesellschaft wird, desto mehr Müll produziert sie. Wir legen so viel Wert auf materiellen Besitz, dass wir dazu neigen, mehr zu kaufen als wir eigentlich benötigen. Nehmen wir zum Beispiel die Vereinigten Staaten, die immer noch größte Wirtschaft der Welt: Laut den Zahlen der US-Umweltschutzbehörde EPA betrug die Menge des 2003 produzierten Mülls über 236 Millionen Tonnen. Dies ist ein Anstieg um 50 % verglichen mit den 1980er Jahren. Wenn Sie diese Zahlen nicht schockieren, schauen Sie sich folgende Zahlen an: Ein Amerikaner produziert täglich etwa 2 kg Müll und entsorgt alle 30 bis 40 Tage einen Müllberg, der seinem eigenen Körpergewicht entspricht. Das ist ein ganz schöner Haufen Müll (und das ist hier nicht doppeldeutig gemeint), und es kostet viel Geld und Energie, diesen zu beseitigen.
Materialkreislauf
Zum Glück gibt es Möglichkeiten, einen hohen Lebensstandard beizubehalten und gleichzeitig zu versuchen, Müll und dessen Auswirkungen auf die Umwelt und die Umweltressourcen zu reduzieren. Viele Abfallprodukte können recycelt und in den Materialkreislauf zurückgeführt werden. So können wir unsere Umweltressourcen schützen und Umweltverschmutzung vermeiden. Glas, Papier und Plastik werden bereits allgemein recycelt, doch es gibt noch viel Verbesserungspotenzial. Würden wir zum Beispiel von Anfang an die Entstehung von Müll verhindern, bräuchten wir keinen Müll auf der Deponie oder in der Verbrennungsanlage zu entsorgen. Wie der niederländische Philosoph Erasmus schon im 15. Jahrhundert sagte: Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Produktverantwortung
Ein immer beliebteres Mittel zur Reduzierung des Deponiemülls ist die sogenannte Produktverantwortung. Produktverantwortung bedeutet, Produkte unter Berücksichtigung der späteren Entsorgung zu entwerfen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, dass die Verantwortung eines Unternehmens nicht mit dem Verkauf des Produkts endet. Ziel ist es, Hersteller dafür zu sensibilisieren, Produkte mit weniger Schadstoffen zu entwickeln, und länger haltbare, wiederverwendbare und aus recycelten Materialien bestehende Produkte zu fertigen. Eine Branche, in der die Produktverantwortung an Bedeutung gewinnt, ist die Verbraucherelektronik. 2009 entwickelte Philips sein erstes ökoeffektives Produkt, den Staubsauger Performer Energy Care, der teilweise aus recycelten und biologischen Kunststoffen besteht.
Unerforschtes Terrain
Philips ist klar, dass ein Großteil des Prinzips "Ökoeffektivität" immer noch unerforschtes Terrain ist. Doch Philips ist unentwegt bestrebt, dieses Terrain weiter zu erforschen, um den Materialkreislauf zu schließen, so Ingrid Zeegers, Director Sustainable Business Development bei Philips: "Wir denken nicht an Probleme sondern an Lösungen (…). Uns wird immer bewusster, dass wir den Weg ökoeffektiver Produkte einschlagen müssen. Wir sind auf dem richtigen Weg."
Weitere Informationen:
Stanford University; FAQs zum Recycling und Reduzieren von Müll
Philips Jahresbericht zur Nachhaltigkeit
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Erfahren Sie mehr darüber, wie Philips die Herausforderungen des Klimaschutzes annimmt.
