(P)recycling für weniger Müll

(P)recycling für weniger Müll

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16. Juli, 2010

Der nächste Schritt in der Müllverwertung

Verringern, wiederverwenden, recyceln. Diese drei Schritte für eine sinnvolle Müllverwertung kennen Sie bestimmt. Doch nun können Sie diese Strategie noch erweitern und so in Ihr Leben integrieren, dass Ihre CO2-Bilanz sich deutlich verringert. Und Geld sparen können Sie dabei auch noch: Die Rede ist von Precycling.

Überflussgesellschaft

Wir Menschen sammeln alles Mögliche. Neben wichtigen Sachen wie Kleidung, Möbeln und Elektrogeräten stopfen wir unser Haus zu mit Kleinkram, Nippes, Krimskrams und anderen Dingen, die wir ein- oder zweimal nutzen und dann im Schrank vergessen. Als wahre Sammler möchten wir uns jedoch von allem, was wir über die Jahre so zusammengetragen haben, natürlich nicht trennen – auch nicht, wenn es kaputt und damit noch unnützer geworden ist. Doch irgendwann haben wir wirklich keinen Platz mehr. Und wenn wir nicht umziehen möchten oder können, müssen wir uns Raum schaffen, indem wir den ganzen Kram beispielsweise auf dem Flohmarkt verkaufen. Was für eine Erleichterung! Wir schwören uns, es wirklich nicht noch einmal so weit kommen zu lassen ... obwohl der Flohmarkt ja schon Spaß gemacht hat...

Plastikflasche als Vogeltränke

Schritt eins: Denken Sie immer daran: Verringern, wiederverwenden und recyceln. Versuchen Sie, eine andere Verwendung für Dinge zu finden, die im Regal stehen und als Staubfänger dienen. Seien Sie kreativ. Falls Sie keine Ideen haben, finden Sie bestimmt im Internet jemanden, der weiß, wie Sie eine alte Tür in einen Picknicktisch oder Plastikflaschen in Vogeltränken verwandeln können.

Altes aussortieren

Wenn Sie Ihre Besitztümer loswerden möchten, suchen Sie nach Menschen, Wohltätigkeitsorganisationen oder anderen Einrichtungen, die Ihre „alten“ Elektrogeräte, Computer oder Kleidungsstücke noch benutzen möchten. Das setzt natürlich voraus, dass diese Stücke noch funktionieren; bei kaputten Gegenständen sollten Sie sich an ein Recycling-Center wenden. Denken Sie auch daran, dass alte Kühl- und Eisschränke viel Energie fressen, so dass selbst Wohltätigkeitseinrichtungen diese Geräte nicht haben möchten. Unter philips.com finden Sie weitere Informationen dazu, wie Sie die richtigen Recyclingservices für Ihre Produkte finden.

Spielzeug, Spielzeug, Spielzeug

An Geburtstagen und zu anderen Gelegenheiten werden Kinder oft mit neuen Spielsachen überschüttet. Wenn Sie altes Spielzeug aussortieren oder solches, an denen Ihre Kinder keine Freude haben, und dieses sich noch in gutem Zustand befindet, können Sie es Kinderheimen, Krankenhäusern oder Frauenhäusern spenden. Sie können auch eine Regel einführen, dass Ihre Kinder für jedes neue Spielzeug, das sie bekommen, ein altes hergeben müssen.

Der nächste Schritt: Precycling!

Doch wenn Sie das Müllproblem wirklich angehen möchten, sollten Sie genau diesen Müll von Anfang an vermeiden. Dies nennt sich Precycling. Recyceln ist gut und natürlich notwendig, doch bei der Entsorgung wird Energie verbraucht, um Dinge auseinanderzunehmen, zu sortieren und einzuschmelzen, um dann neue Gebrauchsgegenstände daraus herzustellen. Dadurch gerät jede Menge umweltschädliches CO2 in die Luft. Zwar wird so die Menge des Mülls reduziert, der auf Deponien landet, doch Recycling ist noch immer nicht die endgültige Lösung für unser Müllproblem. Beim Precycling verringern Sie Ihren Müll, indem Sie Dinge gar nicht erst kaufen, die kurze Zeit später wieder im Abfall landen würden.

An die Liste halten

Regel Nummer 1: Kaufen Sie nichts, was Sie nicht brauchen. Lassen Sie sich nicht verführen, Dinge zu kaufen, die nicht wirklich notwendig sind. Muss der noch neue Fernseher wirklich durch einen größeren ersetzt werden? Wenn ja, kaufen Sie wenigstens ein gutes Gerät, das lange hält und wenig Strom verbraucht. Vermeiden Sie außerdem Impulskäufe: Wenn Sie einkaufen gehen, machen Sie sich vorher eine Liste mit den Dingen, die Sie brauchen, und halten Sie sich daran. Gehen Sie nicht spontan los, so verlockend dieser Gedanke auch sein mag. Und wenn Sie Angst haben, dass Sie sich nicht beherrschen können, lassen Sie die Kreditkarte zu Hause liegen...

Großpackungen kaufen

Kaufen Sie Verbrauchsartikel in Großpackungen. Das klingt vielleicht zuerst widersprüchlich, doch tatsächlich lässt sich mit Großpackungen Verpackungsmaterial sparen: Verpackungsmaterialien machen einen enormen Teil unseres Mülls aus. Wählen Sie außerdem Artikel mit wenig oder keiner Verpackung, die am besten auch noch wiederverwertbar ist. Um Plastiktüten zu vermeiden, sollten Sie Ihre eigenen Einkaufstaschen mitbringen. Kaufen Sie Artikel mit einer langen Lebensdauer, beispielsweise LED-Lampen statt normaler Glühbirnen. Sie precyceln auch, indem Sie Ihre Lampen mit möglichst wenig Strom betreiben. Kaufen Sie immer "konzentrierte" Produkte, beispielsweise Saft, den Sie dann im Glas mit Wasser verdünnen können. Auf diese Weise vermeiden Sie nicht nur unnötige Verpackung, sondern sorgen auch dafür, dass weniger Produkte auf der Mülldeponie landen.

Weitere Informationen:

Mehr Precycling-Tipps (Englisch)

Recycling Expert (Englisch)

Geräte recyceln (Englisch)

Neue Ideen für alte Sachen (Englisch)

ReStore (USA und Kanada)

Recycling von Geräten (USA)



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