Strahlend helle Zukunft

Strahlend helle Zukunft

Strahlend helle Zukunft

18. Februar, 2010

Sie sind schon überall zu finden, und ihre Zahl steigt ständig. LEDs, oder auch Leuchtdioden, sind langlebig und verbrauchen bei der direkten Umwandlung von Elektrizität in Licht nur wenig Energie. LEDs beleuchten die Anzeige Ihres Mobiltelefons und MP3-Players, können aber viel mehr, als nur für eine gute Sichtbarkeit unserer tagtäglichen Kommunikationsgeräte zu sorgen. Diesen Dioden wird sowohl für den häuslichen Bereich als auch für die öffentliche Beleuchtung eine strahlende Zukunft vorausgesagt.

Die konventionelle Glühbirne dagegen hat wohl endgültig ausgedient. Regierungen auf der ganzen Welt verhängen bereits Verbote für die gute alte Glühbirne. Das ist nicht weiter überraschend, wenn man ihre ausgesprochene energetische Ineffizienz berücksichtigt. Gigantische 95 Prozent der verbrauchten Energie verschwinden einfach als Wärme, und lediglich 5 Prozent werden tatsächlich zur Erzeugung von Licht verwendet. Royal Philips aus den Niederlanden, der weltweit größte Beleuchtungshersteller, geht davon aus, dass, wenn alle Menschen auf energieeffiziente Beleuchtung umstellen würden, jedes Jahr 152 Mrd. US-Dollar an Stromkosten bzw. 555 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Emissionen oder 1,5 Mrd. Barrel Erdöl gespart werden können.

Bei solch umwerfenden Zahlen ist es erstaunlich (wenn nicht gar empörend), dass wir immer noch nicht alle alten Birnen herausgeschraubt und entsorgt haben. Schließlich gibt es eine ganze Reihe von umweltfreundlichen Alternativen. Nehmen Sie als Beispiel die Kompaktleuchtstofflampe (CFL, Compact Fluorescent Lamp). Natürlich ist sie teurer als eine herkömmliche Glühbirne. Sie ist aber eben auch sehr viel energieeffizienter. Eine weitere, immer beliebter werdende Lichtquelle sind LED-Leuchten. Ihre Zahl steigt schnell an, und wenn man sich ihre ganzen Vorteile vor Augen führt, ist das kaum überraschend.

Buckingham Palace
Wie großartig ist denn nun aber diese viel gepriesene kleine Diode? Sie ist für viele Anwendungen geeignet. LEDs werden bereits in großem Umfang in der Fahrzeugbeleuchtung (an Autos, Motorrädern und Fahrrädern) sowie in LCD-Fernsehgeräten und Laptopanzeigen eingesetzt. Da sie sehr klein sind, verwendet man sie auch in Handgeräten, beispielsweise Taschenlampen. LEDs strahlen keine Wärme ab, und ihre Farbe lässt sich einfach ändern. Dadurch sind sie ideal für die Bühnenbeleuchtungen geeignet. Immer häufiger werden sie auch für die dekorative Innen- und Außenbeleuchtung verwendet. Selbst Queen Elisabeth weiß, die Möglichkeiten der LED-Beleuchtung zu schätzen: Tausende LEDs illuminieren die Fassade des Buckingham Palace.

LEDs sind robust und langlebig. Im Gegensatz zu CFLs enthalten sie kein Quecksilber, das bei falscher Entsorgung in die Umwelt gelangen kann. Vor allem aber sind sie extrem energieeffizient und erzeugen deutlich geringere CO2-Emissionen als Glühbirnen. Unter der Annahme, dass eine durchschnittliche Glühbirne 10 Stunden am Tag eingeschaltet ist, erzeugt eine einzige 40-Watt-Glühbirne 89 kg CO2 pro Jahr. Im Vergleich dazu bringt es eine 13-Watt-LED mit äquivalenter Leuchtkraft auf gerade mal ein Drittel dieser Menge, nämlich 29 kg.

Eine strahlende Zukunft
LED-Leuchten sind eine kostengünstige Option für die Beleuchtung im privaten Bereich und im Büro, auch wenn sie zunächst im Erwerb teurer sind. Die CO2-Bilanz eines Gebäudes kann um etwa 70 Prozent verringert werden, wenn alle Glühbirnen durch LEDs ersetzt werden. Alles in allem sind die ökologischen und ökonomischen Argumente gegen die konventionelle Glühbirne erdrückend, und den winzigen Leuchtdioden steht tatsächlich eine strahlende Zukunft bevor.

Quellen/Weitere Informationen

Verbot von Glühlampen geringer Energieeffizienz, Wikipedia

Website von Philips

Philips Lighting Product Innovation Guide

LEDs Magazine



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